Meine Geschichte

Bildung bedeutet nicht, einen Eimer zu füllen, sondern ein Feuer anzuzünden.
William Butler Yeats
In der Oberstufe bin ich selbst mehr als einmal an den Übungsklausuren für das Abitur verzweifelt. Ableitungen und e-Funktionen sorgten für viele Fragezeichen in meinem Kopf. Dann traf ich auf einen Nachhilfelehrer, der mir eine ganz andere Herangehensweise zeigte als meine Lehrer in der Schule. Und auf einmal wurde mir klar: Mir fehlten einige Grundlagen aus den vorherigen Jahren, auf denen die Aufgaben der Abiturklasse aufbauten. Diese Erkenntnis hat mir gezeigt: Nicht immer ist das Offensichtliche das Problem.
Während meines Masterstudiums in Technik- und politischer Geschichte habe ich dann zum ersten Mal wirklich gespürt, was Leistungsdruck ausmachen kann. In der Schule hatte ich Fächer, in denen ich gut war und andere, die mir nicht so lagen. In meinem Studium hatte ich etwas gefunden, in dem ich wirklich gut war und damit kam auch der Gedanke: Ich will es perfekt machen! Zu viel Druck und Perfektionismus können jedoch einen sehr negativen Einfluss auf unsere Einstellung zum Lernen haben.
Viele Schüler kämpfen gegen diesen hohen Leistungsdruck. Es ist oftmals kein Kampf gegen den Lernstoff, sondern gegen die Angst, zu versagen.
Ich habe gelernt: Es braucht zwar oftmals Struktur, das Schließen von Wissenslücken und Motivation, aber eben auch eigene Grenzen, Ziele und das Selbstvertrauen, auch auf kleine Schritte stolz zu sein, um wirklich erfolgreich zu sein.
Unterstützen mit Herz und Verstand
Ich habe erlebt, wie unterschiedlich Kinder und Jugendliche lernen und worin ihre Bedürfnisse bestehen. Mein Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler bei fachspezifischen Themen zu unterstützen, ihnen aber auch den Mut (zurück) zu geben und vor allem an sich selbst und die eigenen Stärken zu glauben.
Welche Rolle die Eltern dabei spielen? Eine sehr große! Sie gehören zu den engsten Bezugspersonen und sind dadurch auch die ersten Ansprechpartner bei Herausforderungen im Leben des Kindes. Doch auch Eltern können an ihre Grenzen kommen: mental und physisch. Schon oft habe ich den Satz gehört: „Ich weiß nicht mehr, wie ich meinem Kind die Aufgabe noch erklären soll.“ oder auch „Mein Kind schaltet auf stur und erzählt mir gar nicht mehr, was es so beschäftigt.“
Deshalb gilt für mich immer auch der Grundsatz:
Starke Eltern = starke Kinder
